Postpartale Krisen sind häufiger, als viele denken!
Wenn die Zeit mit dem Baby anders verläuft als erwartet. Wenn Freude von Erschöpfung, Überforderung, Ängsten oder Scham überschattet wird oder aus schwierigen Tagen Wochen oder Monate werden. Warte nicht, bis es zu viel wird. Unterstützung kann entlasten – oft früher, als man denkt. Für dich. Für dein Baby. Für deine Familie.
Was viele erleben – aber kaum jemand ausspricht
Diese Gedanken und Belastungen können Teil einer postpartalen Krise sein. Sie kommen häufiger vor, als viele denken, werden aber aus Scham, Angst oder Unsicherheit oft verschwiegen. Viele Betroffene bleiben mit ihren Sorgen allein, obwohl frühzeitige Unterstützung entlasten würde. Doch niemand muss diesen Weg allein gehen. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt zurück zu mehr Stabilität, Lebensqualität und Freude im Familienalltag.
Mögliche Symtome sind:
Erschöpfung
Ängste
Freudlosigkeit
Rückzug
Innere Leere
Schuldgefühle
Reizbarkeit
Perspektivlosigkeit
Postpartale Krisen können Mütter, Väter und andere Bezugspersonen unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Status treffen. Ein erster Hinweis kann der Edinburgh-Postnatal-Depressions-Fragebogen (EPDS) sein. Mit zehn kurzen Fragen hilft der Fragebogen dabei, die eigene Situation besser einzuschätzen. Er ersetzt keine fachliche Abklärung, kann aber dabei helfen, Belastungen frühzeitig ernstzunehmen und sich für Unterstützung zu entscheiden.
Hilfe finden, bevor die Krise eskaliert!
In jedem Kanton gibt es verschiedene Unterstützungsangebote und Anlaufstellen. Die Organisation «Periparto» bietet schweizweit persönliche Beratung und Begleitung an.
Diese Stellen sind rund um die Uhr erreichbar:
- Elternnotruf: 0848 35 45 55
- Die Dargebotene Hand: 143
Unterstützung kann ganz unterschiedlich aussehen – von akuter Soforthilfe, stationären Aufenthalten bis hin zu ambulanter Begleitung oder Therapie- und Beratungsangeboten.
Eine Bilderbuchgeschichte zur postpartalen Krise
Eine Bilderbuchgeschichte zur postpartalen Krise einer Mutter.
Eine Bilderbuchgeschichte zur postpartalen Krise eines Vaters.
Gerne können Sie gegen eine freiwillige Spende weitere Exemplare für Ihre Praxis, Institution oder Beratungsstelle nachbestellen. Nutzen Sie dafür einfach das Nachbestellformular oder schreiben Sie uns eine E-Mail an netzwerk@bindungshaus.ch.
Warum braucht es eine Sensibilisierungskampagne?
Mit der Sensibilisierungskampagne möchten wir postpartale Krisen sichtbar machen, Vorurteile abbauen und Familien den Weg zu passender Unterstützung erleichtern. Gerade heute, wo familiäre Unterstützungsnetze oft fehlen und die Anforderungen an Familien stetig zunehmen, ist niederschwellige Hilfe wichtiger denn je. Ein herzlicher Dank gilt den Swisslos-Fonds der Kantone Basel-Stadt, Baselland, Aargau und Solothurn, die diese Sensibilisierungskampagne finanziell mitgetragen haben.